Coronavirus: Hinweise für Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste

Amtliche Bekanntmachungen für Sachsen, darunter auch Hinweise für die Arbeit in der Pflege, finden Sie auf der Seite der Sächsischen Regierung zum Coronavirus. Ebenfalls wertvolle und laufend aktualisierte Hinweise, u. a. eine Planungshilfe für Altenheime und Altenpflegeheime, finden Sie auf Webseite des Robert-Koch-Instituts sowie auf der Webseite des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Sächsische Sozialministerium: coronasms.sachsende

Seit dem 27.11.2020 unterstützt das Corona-Pflegeteam Sachsen ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, die pandemiebedingten Herausforderungen zu bewältigen. Nach einem Notfallstufenplan werden die aktuelle Problemlage in der jeweiligen Einrichtung analysiert und konkrete Maßnahmen, wie die Einbindung der Heimaufsicht, des örtlichen Gesundheitsamtes, der Pflegeverbände oder gegebenenfalls des regionalen Krisenstabes, besprochen. Parallel ist das Pflegeteam vorbeugend tätig. Werden dem Team Infektionsfälle bekannt, berät es Pflegeeinrichtungen beispielsweise zur Umsetzung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, des Pandemieplans und der Coronavirus-Testverordnung, noch bevor es zu Versorgungsengpässen kommt.
 

Etwa drei Viertel der pflegedürftigen Menschen werden zuhause von Angehörigen versorgt, oft mit Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes. Ca. 816.000 Menschen werden in Pflegeheimen gepflegt.

Pflege muss sich an den individuellen Bedürfnissen der pflegedürftigen Menschen orientieren und auf der Basis medizinisch-pflegerischer Standards erfolgen. Die Einhaltung dieser Standards überprüft der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) in ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen regelmäßig.

Im Fokus steht dabei, wie gut die individuelle Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner ist. Der MDK prüft in einer Personenstichprobe, ob medizinische Anforderungen erfüllt und Körperpflege und Ernährung angemessen sind.

Ab 1. November 2019 gelten für die Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen neue Regeln, die auf einem wissenschaftlich entwickelten Qualitätssystem basieren. Dieses ersetzt dann auch das bisherige Pflegenotensystem. Zudem basiert es auf einem modernen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der bereits Grundlage der Pflegebegutachtung des MDK ist. Ab 2020 stehen für die Verbraucherinnen und Verbraucher auf den Webportalen der Pflegekassen umfangreiche Informationen zur Verfügung, mit denen sich die Qualität der Einrichtungen vergleichen lässt.