Coronavirus: Hinweise für Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste

Amtliche Bekanntmachungen für Sachsen, darunter auch Hinweise für die Arbeit in der Pflege, finden Sie auf der Seite der Sächsischen Regierung zum Coronavirus. Ebenfalls wertvolle und laufend aktualisierte Hinweise, u. a. eine Planungshilfe für Altenheime und Altenpflegeheime, finden Sie auf Webseite des Robert-Koch-Instituts sowie auf der Webseite des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Sächsische Sozialministerium: coronasms.sachsende

Etwa drei Viertel der pflegedürftigen Menschen werden zuhause von Angehörigen versorgt, oft mit Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes. Ca. 816.000 Menschen werden in Pflegeheimen gepflegt.

Pflege muss sich an den individuellen Bedürfnissen der pflegedürftigen Menschen orientieren und auf der Basis medizinisch-pflegerischer Standards erfolgen. Die Einhaltung dieser Standards überprüft der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) in ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen regelmäßig.

Im Fokus steht dabei, wie gut die individuelle Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner ist. Der MDK prüft in einer Personenstichprobe, ob medizinische Anforderungen erfüllt und Körperpflege und Ernährung angemessen sind.

Ab 1. November 2019 gelten für die Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen neue Regeln, die auf einem wissenschaftlich entwickelten Qualitätssystem basieren. Dieses ersetzt dann auch das bisherige Pflegenotensystem. Zudem basiert es auf einem modernen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der bereits Grundlage der Pflegebegutachtung des MDK ist. Ab 2020 stehen für die Verbraucherinnen und Verbraucher auf den Webportalen der Pflegekassen umfangreiche Informationen zur Verfügung, mit denen sich die Qualität der Einrichtungen vergleichen lässt.

Weitere Informationen

Durch § 151 des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetzes wurden die Regel-Qualitätsprüfungen (§114 SGB XI) bis einschließlich 30. September 2020 ausgesetzt. Besondere Regelungen gelten für Anlassprüfungen, die weiterhin stattfinden. Dabei sollen besondere Infektionsrisiken berücksichtigt und nach Möglichkeit vermieden werden. Die entsprechenden Richtlinien sind am 23. Juni 2020 in Kraft getreten. Daraus entnommen sind die folgenden Sonderregelungen im Überblick: