MDK-Reformgesetz
Die Medizinischen Dienste sollen durch das "MDK-Reformgesetz" gestärkt und unabhängig von den Krankenkassen organisiert werden. Der MDK Sachsen wird deshalb in eine Körperschaft öffentlichen Rechts umgewandelt und heißt dann Medizinischer Dienst Sachsen. Bis zum 1. Juli wird deshalb diese Website überarbeitet.
Die Beratungs- und Begutachtungsaufgaben des MDK Sachsen bleiben bestehen. Welche Änderungen der Reformprozess im Detail mit sich bringt, lesen Sie hier.
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Pressemitteilung | Dresden |

Pflegebegutachtung 2020: Versichertenbefragung stellt dem MDK Sachsen ein gutes Zeugnis aus

Am 15. April veröffentlicht der Medizinische Dienst der Krankenversicherung im Freistaat Sachsen e.V. (MDK Sachsen) den siebten Bericht über die Ergebnisse der Versichertenbefragung zur Pflegebegutachtung in Sachsen 2020. Er liefert Aufschluss darüber, wie Pflegebedürftige und ihre Angehörigen die Begutachtung durch die Gutachterinnen und Gutachter des MDK erleben, ob diese bspw. verständlich ist und als fachlich kompetent wahrgenommen wird.

92,6 Prozent der Versicherten waren 2020 mit dem persönlichen Kontakt der Gutachterinnen oder Gutachter des MDK Sachsen zufrieden. 90,4 Prozent der Befragten äußerten sich positiv über die Erreichbarkeit des MDK und die freundliche Beantwortung von Rückfragen. Ein großes Lob an die Gutachterinnen und Gutachter des MDK Sachsen ist die hohe Zufriedenheit (93,3 Prozent) mit deren persönlichen Auftreten.

„Über die Ergebnisse sind wir sehr stolz. Sie zeigen, dass unsere Gutachterinnen und Gutachter sowie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Organisations- und Service-Teams gut mit den Versicherten und ihren Angehörigen zusammenarbeiten“, freut sich Dr. Ulf Sengebusch, Geschäftsführer des MDK Sachsen und ergänzt: „Wir werden uns auf dem Lob nicht ausruhen, sondern die Anregungen und Verbesserungswünsche aufgreifen. Im Rahmen des Möglichen wollen wir noch intensiver auf die individuelle Pflegesituation vor Ort eingehen und dafür zu sorgen, dass der MDK bei Terminverschiebungen oder Rückfragen optimal erreichbar ist. Mit dem Service Center Pflege haben wir bereits ein motiviertes Team für Anfragen rund um die Pflegebegutachtung.“

Grundlage des Ergebnisberichtes sind 1.072 Fragebögen, die vom MDK Sachsen im Zeitraum von Januar bis Dezember 2020 an vor Ort persönlich Begutachtete versendet wurden. Bis einschließlich 15. Januar 2021 wurden davon 527 Fragebögen ausgefüllt zurückgesandt. Die Auswertung erfolgte durch ein neutrales Marktforschungsinstitut.

 

Hintergrund

Im Auftrag der Kranken- und Pflegekassen führt der MDK versichertenorientierte Einzelfallbegutachtungen zu unterschiedlichen Fragestellungen durch und berät darüber hinaus seine Auftraggeber in Grundsatzfragen zur medizinischen und pflegerischen Versorgung. Der MDK prüft u.a. gemäß § 18 Abs. 1 SGB XI im Auftrag der Pflegekassen, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit im Sinne des Sozialgesetzbuches erfüllt sind und welcher Grad der Pflegebedürftigkeit vorliegt.

Es ist dem MDK ein großes Anliegen, die Begutachtung verständlich, respektvoll und individuell zu gestalten. Ob dies gelingt, wird mittels einer gesetzlich vorgeschriebenen Versichertenbefragung ermittelt, die jährlich stattfindet und deren Ergebnisse auf der Website des MDK Sachsen veröffentlicht werden. Gemäß den Dienstleistungs-Richtlinien sind 2,5 Prozent der Begutachtungen mit persönlicher Befunderhebung des Vorjahres als Bezugsgröße für die Versichertenbefragung zu berücksichtigen. Für repräsentative Ergebnisse ist ein Mindestrücklauf von 400 Fragebögen jährlich notwendig.

Die Erkenntnisse aus der Versichertenbefragung sollen dem Medizinischen Dienst ermöglichen, seine Pflegebegutachtungen noch gezielter auf die Belange der Versicherten abzustimmen.

 

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